Neue Grundsteuer Thüringen – Das müssen Eigentümer bezüglich der Grundsteuerreform 2022 beachten

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Die Grundsteuer muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018 reformiert werden. Ab dem Jahr 2025 wird die neu berechnete Grundsteuer zu entrichten sein. Die Grundsteuerreform soll dafür sorgen, dass den Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle dauerhaft gesichert bleibt. Außerdem soll somit die Grundsteuer eine rechtssichere Basis erhalten.

Inhaltsübersicht

 

Warum gibt es eine Reform der Grundsteuer?

Ursächlich für die Grundsteuerreform Thüringen sind veraltete Einheitswerte. Dies wurde durch das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 10.04.2018 festgestellt. Der Einheitswert zur Berechnung der Grundsteuer stammt in Thüringen aus dem Jahr 1935.

Etwa 36 Mio. wirtschaftliche Einheiten sind in ganz Deutschland betroffen. Davon entfallen rund 1,5 Millionen Flächen auf Thüringen. Diese wirtschaftlichen Einheiten müssen zum Stichtag 01.01.2022 neu bewertet werden.

 

Was ändert sich im Bundesland Thüringen?

Ursprünglich sollte in einem Turnus von sechs Jahren eine allgemeine Wertfeststellung für bebaute und unbebaute Grundstücke erfolgen. Denn so sollen die ermittelten Einheitswerte dem Verkehrswert der Grundstücke nahekommen.

Durch die Besteuerung der einzelnen Verkehrswerte spiegelt sich eine gleichheitsgerechte Besteuerung wider. Problematisch ist hierbei, dass in Thüringen seit dem 01.01.1935 keine Hauptfeststellung mehr durchgeführt wurde. Dies hat zu Wertverzerrungen geführt, die mittlerweile verfassungswidrig sind.

Diejenigen, die ein altes Gebäude besitzen, zahlen aktuell weniger Grundsteuer als diejenigen, die vor wenigen Jahren neu gebaut haben. Grundsätzlich besteht laut Bundesgesetz die Möglichkeit, dass jedes Bundesland hinsichtlich der Vorgaben zur Wertermittlung seine eigenen Regeln aufstellen darf. Allerdings werden in Thüringen, genau wie in zehn weiteren Bundesländern, keine eigenen Regelungen zur Grundsteuerreform getroffen.

 

Welche Auswirkungen hat die Grundsteuerreform auf die Gebäudebesitzer?.

Um die Einheiten neu zu bewerten ist die Abgabe einer Feststellungserklärung Thüringen notwendig. Ab dem 01.07.2022 soll es möglich sein, diese elektronisch beim Finanzamt einzureichen. Die Abgabe muss bis zum 31.10.2022 erfolgen. Wie die Berechnung in einzelnen Gemeinden aussieht, ist noch nicht abzusehen. An den Orten, in denen in den vergangenen Jahren viele neue Häuser gebaut wird, werden keine großen Veränderungen erwartet.

Mit höheren Abgaben müssen allerdings diejenigen rechnen, an deren Eigentum in den vergangenen Jahren kaum Änderungen erfolgt sind. Das bedeutet, dass sich die Grundsteuer für jeden einzelnen Bürger ändern kann. Die neuen Regelungen sollen ab dem 01.01.2025 in Kraft treten

 

Berechnung der Grundsteuer

Thüringen berechnet zukünftig die Grundsteuer nach dem Bundesmodell. Die Formel dafür lautet: Wert x Steuermesszahl x Hebesatz und bleibt unverändert. Allerdings wird sie in drei Schritten berechnet. Im ersten Schritt werden die Grundbesitzwerte berechnet. Der Bodenrichtwert ist hierfür ein wesentlicher Faktor sowie die Höhe der statistisch ermittelten Nettokaltmiete.

Die sog. Mietniveaustufe der jeweiligen Gemeinde gibt Auskunft darüber.
Im zweiten Schritt erfolgt ein Ausgleich der Wertsteigerungen. Denn im direkten Vergleich zu den aktuellen Werten mit den Werten von 1935 sind Wertsteigerungen entstanden. Die Steuermesszahl erfährt dazu eine Senkung von 0,35 Prozent auf 0,034 Prozent.

Im letzten Schritt werden die Hebesätze durch die Kommunen angepasst. Je nachdem, wie stark sich das Grundsteueraufkommen in den einzelnen Kommunen auf Grund der Neubewertung verändert, haben die Kommunen die Möglichkeit, die Hebesätze anzupassen.

Welche Unterlagen werden für die Grundsteuererklärung Thüringen benötigt und wie wird sie abgegeben?

Um die Neue Grundsteuer Thüringen zu berechnen, müssen die Grundstückseigentümer eine Grundsteuererklärung in Thüringen einreichen. Diese muss folgende Angaben enthalten: Lage des Grundstücks, Grundstücksfläche, Bodenrichtwert, Nutzungsart, Wohnfläche, Baujahr des Gebäudes. Je nach Bundesland sind zusätzliche Angaben notwendig. Die Eigentümer finden die Grundbuchdaten wie Flurnummer und Fläche des Grundstücks im Kaufvertrag oder in den Grundbuchauszügen.

Das Grundbuchamt kann ebenfalls Auskunft darüber geben. Unter dem Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Bodenpreis innerhalb einer Gemeinde zu verstehen. Über Online-Portale wie BORIS oder das zuständige Katasteramt ist es möglich, den aktuellen Bodenrichtwert zu erfahren. Die Grundsteuererklärung wird online über Elster abgegeben. Das Finanzamt akzeptiert nur in Ausnahmefällen eine Abgabe in Papierform.

 

Wie funktioniert die Berechnung in Thüringen?

Jeder, der ein Grundstück besitzt, muss Grundsteuer entrichten. Besitzer von Eigentumswohnungen sind ebenfalls zur Zahlung von Grundsteuer verpflichtet. Entscheidend für die Höhe der Grundsteuer ist der Wert des Grundstücks sowie den darauf befindlichen Gebäuden.

Sie wird einmal jährlich von den Gemeinden und Kommunen erhoben. Bei der Grundsteuer handelt es sich neben der Gewerbesteuer um die wichtigste Steuer einer Kommune. Die Grundsteuer dient dazu, kommunale Projekte, wie den Winterdienst, die Instandsetzung von Straßen sowie den Bau von Kindergärten zu finanzieren.

Thüringen berechnet zukünftig die Grundsteuer nach dem Bundesmodell. Die Formel dafür lautet: Wert x Steuermesszahl x Hebesatz und bleibt unverändert. Allerdings wird sie in drei Schritten berechnet. Im ersten Schritt werden die Grundbesitzwerte berechnet. Der Bodenrichtwert ist hierfür ein wesentlicher Faktor sowie die Höhe der statistisch ermittelten Nettokaltmiete. Die sog. Mietniveaustufe der jeweiligen Gemeinde gibt Auskunft darüber.

Im zweiten Schritt erfolgt ein Ausgleich der Wertsteigerungen. Denn im direkten Vergleich zu den aktuellen Werten mit den Werten von 1935 sind Wertsteigerungen entstanden. Die Steuermesszahl erfährt dazu eine Senkung von 0,35 Prozent auf 0,034 Prozent.

Im letzten Schritt werden die Hebesätze durch die Kommunen angepasst. Je nachdem, wie stark sich das Grundsteueraufkommen in den einzelnen Kommunen auf Grund der Neubewertung verändert, haben die Kommunen die Möglichkeit, die Hebesätze anzupassen.

 

Was passiert nach der Einreichung der Grundsteuererklärung?

Die Hebesätze werden durch die Gemeinden angepasst, sobald die neuen Grundsteuerwerte feststehen. Die Anpassung der Grundsteuer erfolgt erst ab dem 01.01.2025. Das bedeutet, dass nach der Einreichung der Grundsteuererklärung vorerst noch keine angepasste Zahlung der Grundsteuer notwendig ist.

 

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Karsten Guhr
Karsten Guhr

Karsten Guhr ist Gründer und Geschäftsführer der Guhr Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Die Kanzlei hat sich auf die Beratung von Freiberuflern und Gewerbetreibenden spezialisiert und steht für Innovativität und Digitalisierung. Aufgrund der neuen Grundsteuerreform hat es sich die Kanzlei zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen, Unternehmen und Steuerberater bei der Einreichung Ihrer Grundsteuererklärung mit innovativen Lösungen zu unterstützen.

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Karsten Guhr ist Gründer und Geschäftsführer der Guhr Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Die Kanzlei hat sich auf die Beratung von Freiberuflern und Gewerbetreibenden spezialisiert und steht für Innovativität und Digitalisierung. Aufgrund der neuen Grundsteuerreform hat es sich die Kanzlei zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen, Unternehmen und Steuerberater bei der Einreichung Ihrer Grundsteuererklärung mit innovativen Lösungen zu unterstützen.

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