Die Grundsteuer: Definition, Berechnung & Änderungen durch die Grundsteuerreform 2022

Sie haben Fragen zur Reform der Grundsteuer? Wir von der Guhr-Steuerberatung aus Berlin beraten Sie gerne. Rufen Sie uns einfach unter ☎ 030 555 721 370 an, oder schreiben Sie uns eine Mail an 📧 info@guhr-steuerberatung.de 

Wir übernehmen gerne Ihre Grundsteuererklärung, diese können Sie einfach über unseren Shop buchen.

Wer in Deutschland Eigentümer eines Grundstücks oder einer Immobilie ist, muss vierteljährlich Grundsteuer bezahlen. Wie groß das Grundstück ist und ob das Grundstück bebaut oder unbebaut ist, spielt für die Erhebung der Grundsteuer keine Rolle. Die Höhe der Grundsteuer richtet sich nach dem Grundbesitzwert. Dieser muss nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts neu ermittelt werden. Deshalb hat der Gesetzgeber die Grundsteuerreform 2022 beschlossen.

Inhaltsübersicht

Definition: Grundsteuer

Die Grundsteuer wird von Grundstücks- und Immobilieneigentümern im vierteljährlichen Turnus an das zuständige Finanzamt bezahlt. Alle gesetzlichen Grundlagen, die Auskunft zur Erhebung oder Berechnung der Grundsteuer geben, finden sich im Bewertungsgesetz und im Grundsteuergesetz.

Die Höhe der Grundsteuer richtet sich nach dem Grundbesitzwert. Je höher der Wert eines Grundstücks ist, desto höher ist auch die zu zahlende Grundsteuer. Bisher orientierte sich das Finanzamt an den Grundbesitzwerten, die zuletzt 1964 (alte Bundesländer) und 1935 (neue Bundesländer) festgestellt wurden.

Um diese Grundbesitzwerte geht es bei der Änderung der Grundsteuer. Weil die Grundbesitzwerte den tatsächlichen Verhältnissen angepasst werden müssen, hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber angewiesen diese neu zu ermitteln.

 

Wie sieht die Grundsteuer nach der Reform aus?

Die Erhebung der Grundsteuer auf Basis der Einheitswerte von 1935 und 1964 hat das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Stattdessen sollen die Finanzämter die Grundbesitzwerte aller Grundstücke und Immobilien, die in Deutschland liegen neu ermittelt werden. Hierfür ist es erforderlich, dass jeder Grundstücks- und Immobilieneigentümer eine Feststellungserklärung beim Finanzamt einreicht. Aud Basis der in dieser Feststellungserklärung enthaltenen Daten ermitteln die Finanzämter die neuen Grundbesitzwerte. Diese werden dann zur Ermittlung der Grundsteuer ab dem 01. Januar 2025 herangezogen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie die Grundsteuer nach der Reform aussieht und welcher Handlungsbedarf in Ihrem individuellen Fall besteht, können Sie gerne auf die Kompetenz unserer Steuerkanzlei zurückgreifen. Wir versorgen Sie mit allen relevanten Informationen und ermitteln für sie die Grundsteuer, die sie ab 2025 zahlen müssen.

 

Welches System gilt für die Grundsteuer?

Das System der Grundsteuer sieht die Grundsteuer A für alle land- und forstwirtschaftlichen Betriebe vor. Die Höhe der Grundsteuer ermittelt sich hier auf Basis des Wirtschaftswerts und des Wohnungswerts.

Die Grundsteuer B wird für alle Grundstücke und Immobilien erhoben, die nicht der Grundsteuer a zugerechnet werden. Hierzu zählen Häuser und Wohnungen. Mietgrundstücke, Geschäftslokale und Erbbaurechte.

An dem grundlegenden System ändert sich mit der Reform der Grundsteuer nichts.

 

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Die Grundsteuererklärung muss nicht kompliziert sein. Wir von der Guhr-Steuerberatung aus Berlin übernehmen die Erstellung Ihrer Grundsteuererklärung und die Übermittlung an das Finanzamt.

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Die Berechnung der Grundsteuer

Für die Berechnung der Grundsteuer gilt auch nach dem 01. Januar 2025 die folgende Formel:

Grundsteuer = Grundbesitzwert x Steuermesszahl x Hebesatz der Gemeinde

Der Grundbesitzwert wird mit der Reform der Grundsteuer neu ermittelt. Bis dahin sind noch die Einheitswerte aus den Jahren 1935 und 1964 maßgeblich.

Die Steuermesszahl ist der Multiplikator, der auf den Grundstückswert angewendet wird. Für Einfamilienhäuser liegt die Steuermesszahl bei 0,31 Promille. Durch die Anwendung ergibt sich der Grundsteuermessbetrag.

Der Grundsteuermessbetrag wird mit dem Hebsatz der Gemeinde multipliziert. Dies ist der letzte Schritt, um die Höhe der Grundsteuer zu ermitteln. Der Hebesatz wird von der Gemeinde oder Stadt festgelegt, in dessen Bezirk sich das Grundstück oder die Immobilie befindet.

Sie möchten wissen, wie die Grundsteuer nach der Grundsteuerreform ermittelt wird? Dann vereinbaren Sie gerne einen Termin. Nach der fachlichen Beratung unterstützen wir Sie bei der Anfertigung der Feststellungserklärung. Anschließend fühlen wir uns auch dafür zuständig, dass die Formulare digital an die Finanzverwaltung übermittelt werden.

Kann die Grundsteuer auf einen Mieter umgelegt werden?

Die Grundsteuer, die Sie als Vermieter tragen, gehört zu den Nebenkosten, die Sie auf den Mieter umlegen können. Dazu ist aber ein entsprechender Passus im Mietvertrag erforderlich. Hier können Sie z. B. regeln, dass ein Mieter selbst für die Grundsteuer aufkommt, die anteilig auf die von ihm gemietete Wohnung anfällt.

Sie können für die Umlage der Grundsteuer auf einen Mieter auch einen anderen Verteilungsschlüssel wählen. Wichtig ist nur, dass der Verteilungsschlüssel plausibel ist und Ihr Mieter der Übernahme durch Unterschrift unter den Mietvertrag zustimmt.

Möchten Sie wissen, wie Sie die Umlage der Grundsteuer auf den Mieter in dem Mietvertrag schriftlich festhalten, können Sie sich gerne an uns wenden. Gemeinsam finden wir die passende Formulierung und die Höhe der Grundsteuer, die von Ihrem Mieter übernommen wird.

Wie wirkt sich die Grundsteuerreform 2022 bei einem Eigentümerwechsel aus?

Stichtag für die Erhebung der Grundsteuer ist jeweils der 01. Januar eines Jahres. Wer an diesem Tag Eigentümer eines Grundstücks oder einer Immobilie ist, trägt die Grundsteuer für das ganze Jahr. Kaufen Sie in diesem Jahr ein Grundstück, wird die Erhebung der Grundsteuer erst zum 01. Januar 2023 für Sie relevant.

Umgekehrt tragen Sie die Grundsteuer auch dann noch komplett in diesem Jahr, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft wird. Häufig ist es jedoch so, dass Käufer und Verkäufer sich darauf einigen, jeweils einen Teil der Grundsteuer zu übernehmen.

Die Grundsteuerreform 2022 wirkt sich bei einem Eigentümerwechsel aus, wenn dieser vor dem 01. Januar 2025 vorgesehen ist. In diesem Fall muss der neue Eigentümer für die neue Grundsteuer aufkommen.

 

Haben Sie Fragen? – Wir helfen gerne weiter

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitergehende Informationen, stehen Ihnen die fachkundigen Berater unserer Steuerkanzlei gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir informieren Sie umfassend über alle Aspekte, die für Sie als Eigentümer eines Grundstücks oder einer Immobilie wichtig sind. Auf Wunsch sind wir Ihnen auch gerne behilflich, wenn Sie die Grundsteuererklärung digital an das zuständige Finanzamt übermitteln.

Unsere Steuerexperten stellen sich vor:

Karsten Guhr
Karsten Guhr

Karsten Guhr ist Gründer und Geschäftsführer der Guhr Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Die Kanzlei hat sich auf die Beratung von Freiberuflern und Gewerbetreibenden spezialisiert und steht für Innovativität und Digitalisierung. Aufgrund der neuen Grundsteuerreform hat es sich die Kanzlei zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen, Unternehmen und Steuerberater bei der Einreichung Ihrer Grundsteuererklärung mit innovativen Lösungen zu unterstützen.

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Karsten Guhr ist Gründer und Geschäftsführer der Guhr Steuerberatungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Die Kanzlei hat sich auf die Beratung von Freiberuflern und Gewerbetreibenden spezialisiert und steht für Innovativität und Digitalisierung. Aufgrund der neuen Grundsteuerreform hat es sich die Kanzlei zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen, Unternehmen und Steuerberater bei der Einreichung Ihrer Grundsteuererklärung mit innovativen Lösungen zu unterstützen.

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Karsten Guhr
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